News der Schweizer Reisebranche

23.02.12 08:40
Einstweilige Verfügung gegen HRS

Nach dem Unmut über die Erhöhung von Provisionen droht dem Buchungsportal HRS weiterer Ärger. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat auf Antrag des Startups Justbook eine einstweilige Verfügung gegen HRS erlassen.

Wie die Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung berichtet, erklärte das Gericht die Best-Preis-Garantie, die HRS von den auf dem eigenen Portal vertretenen Hotels einfordert, für kartellrechtswidrig. Den Hotels, die ihre Zimmer auf der Homepage von HRS anbieten, war es untersagt gewesen, das Zimmer für die gleiche Nacht auf einem anderen Portal oder der hoteleigenen Website günstiger anzubieten. Diese Meistbegünstigungsklausel verstosse jedoch gegen § 1 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen.

Setze HRS die Hotels weiterhin mit der Best-Preis-Klausel unter Druck, droht dem Kölner Unternehmen ein Ordnungsgeld von bis zu 250'000 Euro, ersatzweise eine Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten für den Geschäftsführer. Dies gelte solange, bis der Fall vor Gericht verhandelt wird.

Das Startup Justbook bietet selbst seit 16. Januar 2012 eine App an, mit der Kunden Last-Minute-Hoteldeals in deutschen Grossstädten abschliessen können. Das Berliner Unternehmen grenzt sich nach eigenen Angaben bewusst von HRS ab. Im Gegensatz zu langfristigen Buchungen bei HRS stehe die eigene App für "mobil, jetzt, hier und wenige Top-Hotels".

 

 

 

 





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